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Medienmitteilung vom 6. Januar 2020

6. Januar 2020
Primarschule setzt auf eine umfassende Digitalstrategie im Unterricht

Zur Umsetzung ihrer Digitalstrategie hat die Primarschule Dübendorf ihr ICT-Konzept grundlegend überarbeitet und beantragt einen Kredit zur Erneuerung und Aufstockung der ICT-Mittel. Über dessen Bewilligung wird im Jahr 2020 der Gemeinderat und danach das Volk entscheiden. Der Stadtrat empfiehlt, den Antrag zu unterstützen.

 

Lernen und Lehren im digitalen Zeitalter

Informations- und Kommunikationstechnologien (ICT) werden in allen Bereichen des Lebens immer wichtiger. Sie prägen zunehmend unseren Alltag und unser Leben als Werkzeuge zur Verarbeitung, Übermittlung und Speicherung von Informationen. Ihre Bedeutung nimmt laufend zu und weitere Entwicklungen sind absehbar. Dies hat unmittelbare Auswirkungen auf die Schule.  Eine ihrer zentralen Aufgaben ist es heute, Schülerinnen und Schüler auf das Leben in einer digitalisierten Gesellschaft vorzubereiten.  Der Lehrplan 21 sieht daher eine Förderung der entsprechenden Kompetenz von Beginn weg vor. Für die Themenbereiche Medien, Informatik und Anwendungskompetenzen definiert der neue Lehrplan erstmals vom Kindergarten bis zur Sekundarstufe Kompetenzen, welche die Schülerinnen und Schüler zu erreichen haben.

 

Erste Nutzung von Tablets im Kindergarten und auf der Unterstufe Im Kindergarten werden Tablets in ausgewählten Sequenzen als eine zusätzliche Möglichkeit zum gemeinsamen Spielen, Lernen und Entdecken genutzt. In der 1. bis 3. Klassen kommen dann grundlegende Kompetenzen im Umgang mit Medien dazu, dies anfangs noch auf einer eher spielerischen Ebene, später werden die Tablets vermehrt auch als Arbeitsgeräte eingesetzt.

 

Eigene Laptops für Lernende ab Mittelstufe

Ab der Mittelstufe sind eigene Geräte für die Schülerinnen und Schüler geplant. Auf dieser Stufe werden die Geräte bereits intensiv genutzt. Mit der Zunahme von digitalen Lehrmitteln steigt die Nutzung kontinuierlich an. Mit dem Lehrplans 21 wurde zudem ab der 5. Klasse das Fach «Medien und Informatik» eingeführt, in welchem auch erste Programmierkenntnisse vermittelt werden.

 

Lehrmittel bieten neue Möglichkeiten des eigenständigen Lernens

Künftige, von den Lehrmittelverlagen aufwändig erarbeitete Lehrmittel, setzen neue Standards im Lernen und Lehren. Sie lassen eigenständiges Lernen und einen hohen Grad an Individualisierung für die Schülerinnen und Schüler zu. Ein Beispiel ist das neue Test- und Förderinstrument «Lernlupe», welches ab 2020 eingesetzt wird.  Dieses Tool erfasst in den Fächern Deutsch und Mathematik mittels eines Tests den Lernstand. Nach der Durchführung lässt sich, basierend auf den Testergebnissen, für jedes Kind eine massgeschneiderte Übungssequenz zusammenstellen. Den Schülerinnen und Schülern wird so ermöglicht individuell, in ihrem eigenen Tempo und ihrem eigenen Schwierigkeitsgrad entsprechend zu lernen.

 

 

Schwerpunkt bei der Aus- und Weiterbildung von pädagogischen Fachpersonen

Zentral für eine erfolgreiche Umsetzung des ICT-Konzepts sind gut ausgebildete und versierte Lehrpersonen. Neben der Fähigkeit zur Nutzung der ICT-Infrastruktur im Alltag, müssen sich Lehrpersonen auch hohe mediendidaktische und medienpädagogische Kompetenzen aneignen.  Die Primarschule Dübendorf setzt daher parallel zur Neuanschaffung der ICT-Geräte einen Schwerpunkt in der Aus- und Weiterbildung ihrer Lehrpersonen im Bereich Medien und Informatik.

 

Leistungsstarke Netzwerkinfrastruktur als Voraussetzung

Bereits seit 2012 verfügt die Primarschule Dübendorf als eine der ersten Schulen schweizweit über Glasfaseranschlüsse an sämtlichen Schulstandorten. 2019 wurde die zentrale Serverinfrastruktur komplett erneuert. Auf Sommer 2020 wird die Infrastruktur mit einem flächendeckenden WLAN-Netz der neusten Generation ergänzt. Dieses ermöglicht Schülerinnen und Schülern künftig das mobile Lernen und Arbeiten mit dem eigenen Gerät.  Dies ist im Hinblick auf die immer intensivere Nutzung von IT-Mitteln in allen Unterrichtsfächern eine wichtige Voraussetzung.

 

In der Planung und Vorbereitung des WLAN-Netzes wurde auf eine möglichst strahlungsarme Lösung grosser Wert gelegt. Mittels detaillierter Messungen wurden die optimalen Standorte für die «Access-Points» ermittelt. Die verwendeten Geräte reduzieren ihre Signalstärke aufs Minimum und fahren diese nur bei tatsächlichem Gebrauch hoch (modulierende Signalstärke).

 

Ebenfalls auf Sommer 2020 wird die Ausrüstung aller Mittelstufenklassen mit elektronischen Wandtafeln sowie Visualizern abgeschlossen sein.

 

Volk hat das letzte Wort
Für den letzten Schritt, die Neuanschaffung der Schüler- und Lehrergeräte, muss der entsprechende Kredit über rund 2.4 Mio. Franken von Gemeinderat und Volk bewilligt werden. Der Stadtrat hat an seiner Sitzung vom 19. Dezember 2019 den Kredit zuhanden des Gemeinderates verabschiedet und dessen Unterstützung empfohlen. Die Primarschule rechnet mit einem Entscheid des Gemeinderats im Sommer 2020 und dem Volksentscheid im Herbst 2020.

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