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Schulanlage Gockhausen: Sanierung und Erweiterung

Die Primarschule Dübendorf plant, die Schulanlage Gockhausen für die derzeitige und kommende Nutzung instand zu setzen, zu erneuern und zu erweitern. Neben der notwendigen Sanierung nach rund 60 Nutzungsjahren werden damit zugleich die bestehenden Flächendefizite behoben. Es soll die Zuteilung aller in Gockhausen wohnenden Schülerinnen und Schüler auch bei temporären Spitzen und steigendem Betreuungsanteil gewährleistet werden. In Gockhausen ist dies speziell wichtig, da kein anderes Schulhaus in Gehdistanz zur Verfügung steht.

Bauprojekt

Die Schulanlage Gockhausen wurde 1963 eröffnet, die Turnhalle kam 1978 dazu, das Kindergartengebäude 2005. Heute stösst die Anlage an ihre Grenzen: Es fehlen Gruppenräume, der Hort ist stark gewachsen und muss im Jahr 2027 in einen Container ausweichen, die Musikschule ist auf zugemietete Räume angewiesen. Aus dem Architekturwettbewerb 2022 ging das Projekt «Arkadia» als Sieger hervor. Es bildet die Grundlage für die nun geplante Sanierung und Erweiterung. Der Start der Bauarbeiten ist auf 2028/29 vorgesehen.

Das ist geplant

Zwischen Schulhaus und Turnhalle entsteht ein Neubau. Er schafft Platz für die Tagesbetreuung und beherbergt im Erdgeschoss Bibliothek, Medienraum und einen Singsaal, der abends auch der Musikschule, den Vereinen und der Quartierbevölkerung offensteht.

Das bestehende Schulhaus erhält ein neues Treppenhaus mit Lift. Damit wird die Anlage hindernisfrei erschlossen und die Vorgaben an die Fluchtwege werden erfüllt. Dazu kommen zusätzliche Gruppenräume sowie neue Werk- und Musikräume. Die Turnhalle wird instand gesetzt, die Gasheizung durch eine Erdsonden-Wärmepumpe mit Photovoltaikanlage ersetzt. Auch der Aussenraum wird neu gestaltet – unter anderem mit einer Spielwiese, die dank Drainage künftig auch nach Regen nutzbar bleibt.

Visualisierung Singsaal

Unterricht während der Bauzeit

Kindergarten: Die Klassen bleiben während der ganzen Bauzeit in Gockhausen im heutigen Kindergartengebäude, welches nicht Teil der Sanierung ist.

Primarschule: Die Unterstufen- und Mittelstufenklassen besuchen den Unterricht im neuen Schulhaus Birchlen (Kirchbachstrasse 3), das im Sommer 2028 eröffnet wird.

Schulweg und Betreuung während der Bauzeit

Für die Primarschulkinder ist gemeinsam mit den Verkehrsbetrieben eine Direktverbindung von Gockhausen zur Haltestelle Meierhofstrasse geplant – sechsmal täglich und ohne Umsteigen. Die Kosten für den Transport trägt die Schule. Abfahrtsort und weitere Details sind noch in Abklärung. Die Primarschule informiert die Eltern dazu, sobald die Planung weiter fortgeschritten ist.

Die Kindergartenkinder werden auch weiterhin in Gockhausen betreut, in der geplanten Containeranlage am Rand der Fussballwiese. Primarschulkinder besuchen in der Regel den Hort auf der Schulanlage Birchlen. Ausnahmen, beispielsweise für Primarschulkinder, die nur das Mittagsmodul besuchen und nachmittags keinen Unterricht haben, werden in der weiteren Planung geprüft.

Nächste Schritte

Die Primarschulpflege beantragt dem Gemeinderat einen Baukredit von 20,5 Millionen Franken. Das letzte Wort hat die Stimmbevölkerung, die Abstimmung ist für 2027 vorgesehen. Der Baubeginn erfolgt 2028/29 nach Fertigstellung des Schulhauses Birchlen, die Bauzeit dauert rund eineinhalb Jahre.

Kontakt für Fragen und Anliegen: primarschule@duebendorf.ch

Visulisierung Betreuung

Architekturwettbewerb

In einem Projektwettbewerb im selektiven Verfahren wurde am 30. März 2022 das eingereichte Projekt «ARKADIA» von der Arbeitsgemeinschaft GXM Architekten GmbH und WT Partner AG, Zürich, als Siegerprojekt ausgewählt.

Die Wettbewerbsjury würdigte das Siegerprojekt unter anderem wie folgt: «Das Projekt ARKADIA überzeugt durch eine sensible Weiterentwicklung der Schulanlage Gockhausen. Der kompakte Neubau verbindet Schulhaus und Turnhalle funktional und stärkt die Beziehung zur Landschaft. Die Freiräume werden gezielt und wirkungsvoll aufgewertet, insbesondere der Ankunftsbereich und der Pausenplatz.

Die kluge Organisation des Horts auf dem tiefergelegenen Rasenspielfeld schafft Synergien und minimiert Eingriffe im Bestand. Auch energetisch setzt das Projekt mit Holzbau und effizienter Flächennutzung ein zukunftsorientiertes Zeichen. Insgesamt bietet ARKADIA eine nachhaltige und überzeugende Lösung für die Weiterentwicklung der Schulanlage.»

Projektwettbewerb: Bericht Preisgericht 

 

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